Stadtwappen von Dortmund

Nürnberg

Mit einer Fläche von 186,38 km², einer Einwohnerzahl von mehr als 500.000 und einer Bevölkerungsdichte von 2.699 Einwohnern je km² ist Nürnberg die vierzehntgrößte Stadt Deutschlands. Nürnberg ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Mittelfranken. Diese liegt im Freistaat Bayern und ist die zweitgrößte Stadt des Freistaates. Die Stadt bildet mit den benachbarten Städten Erlangen, Fürth und Schwabach das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Frankens.

Die Stadt ist im Jahre 1968 für planerische Zwecke in 87 Statistische Bezirke bis hinab zu Blöcken unterteilt worden. Diese Einteilung ist der Bevölkerung jedoch im alltäglichen Leben nicht sonderlich bewusst, sondern vielmehr die traditionellen Namen der Stadtteile. Diese Stadtteile waren früher oftmals eigenständige Vorstädte oder Gemeinden.

Die Geschichte von Nürnberg

Wann die Stadt Nürnberg tatsächlich gegründet wurde, ist nicht bekannt. Es wird vermutet, dass sie zwischen den Jahren 1000 und 1040 gegründet wurde. Diese Siedlung hatte jedoch von Anfang an Marktrecht. Erstmals erwähnt wurde sie in der Sigena-Urkunde von Kaiser Heinrich III. im Jahre 1050. Damals wurde sie in der Urkunde mit dem Namen Nuorenberc eingetragen, welches „felsiger Berg“ bedeutet und sich der heutige Name auch ableiten lässt. Heinrich der IV. machte den kaiserlichen Stützpunkt und das Umland bald zu einem eigenen Hochgerichts- und Verwaltungsbezirk. Kaiser Friedrich II. machte Nürnberg im Jahre 1219 mit dem Großen Freiheitsbrief zu einer freien Reichsstadt.

Die Blütezeit der Stadt war zwischen den Jahren 1470 und 1530. Durch das ausgezeichnete Handwerk und der günstigen Lage als Handelsplatz in der Mitte Europas erhöhte sich der Reichtum der Stadt. Mit Köln und Prag zählte Nürnberg in dieser Zeit zu den größten Städten des Heiligen Römischen Reiches. Während des Dreißigjährigen Krieges war die Gegend um Nürnberg Schauplatz eines mehrere Jahre lang andauernden Stellungskrieges der Kriegsparteien. Die Stadt selbst wurde zwar nicht erobert, jedoch wurde die Stadt durch die Verwüstungen im Umland stark wirtschaftlich geschwächt. Die Konfliktparteien besiegelten den Frieden nach dem Krieg mit einem im Jahre 1649 in Nürnberg stattfindenden „Friedensmahl“. Der erste Kunstverein Deutschlands wurde am 13. Oktober 1792 in Nürnberg gegründet.

In den Jahren 1796 bis 1806 wurde Nürnberg von der benachbarten Verwaltung der Stadt Ansbach dazu gedrängt, sich der preußischen Herrschaft zu unterstellen. Jedoch wurde der Vertrag nicht vollzogen, weil Preußen von den Schulden Nürnbergs abgeschreckt wurde. Nürnberg blieb zunächst weiterhin unabhängig, bis zur Unterzeichnung der Rheinbundakte und am Ende des Alten Reiches, wo die Stadt von französischen Truppen besetzt wurde. Die französische Armee übergab die Stadt im September 1803 dem Königreich Bayern. Drei Jahre später übernahm das Königreich Bayern die exorbitanten Schulden der Stadt Nürnberg als Teil der gesamtbayerischen Staatsschulden und sorgte damit für deren Konsolidierung und Tilgung.

Nürnberg entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem der industriellen Zentren Bayerns. Als erste Eisenbahn für den Personenverkehr in Deutschland fuhr 1835 der „Adler“ von Nürnberg nach Fürth. Innerhalb der zweiten Hälfte vom 19. Jahrhundert wurde in Nürnberg das Rauschgold erfunden. In Nürnberg fanden bereits in den 1920er Jahren die ersten Reichsparteitage der Nationalsozialisten statt. Jedoch konnte die NSDAP bei den Wahlen in Nürnberg nie gewinnen. Nürnberg wurde vor allem von der liberalen DDP regiert. Als Industriestandort war Nürnberg Zentrum der bayerischen Sozialdemokratie.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde von den Nationalsozialisten die Stadt als „Stadt der Reichsparteitage“ zu einem der wichtigsten Orte. Das Nürnberger Rassengesetz wurde im September 1935 vom Reichstag in Nürnberg einstimmig beschlossen. Während des Zweiten Weltkrieges war die Stadt ein bevorzugtes Ziel der alliierten Luftangriffe. Die Stadt wurde stark beschädigt. Am 2. Januar 1945 wurde vor allem die Nürnberger Altstadt fast komplett zerstört. Der viertägige Endkampf um Nürnberg im April 1945 zerstörte nochmals einiges der historischen Bausubstanz. Es gab zeitweise sogar die Überlegung, die zerstörte Stadt aufzugeben und an einem anderen Ort wieder neu aufzubauen.

Im Justizpalast hielten die Siegermächte nach dem Zweiten Weltkrieg die Nürnberger Prozesse gegen führende Kriegsverbrecher der nationalsozialistischen Diktatur ab. Der Wiederaufbau wurde unter Führung des Stadtbaumeisters Heinz Schmeißner durchgeführt.

Sehenswürdigkeiten in der bayerischen Stadt Nürnberg

Das wohl größte Theater in Nürnberg ist das Staatstheater. Des Weiteren gibt es noch weitere kleinere Theater, wie beispielsweise das Nürnberger Burgtheater, das Thalias Kompagnons Puppentheater und das Gostner Hoftheater. Es gibt auch viele kunst- und kulturgeschichtliche Museen in Nürnberg wie zum Beispiel das Albrecht-Dürer-Haus, die Kunsthalle Nürnberg, das Neue Museum, das Stadtmuseum Fembohaus, das Verkehrsmuseum, das Germanische Nationalmuseum, das Spielzeugmuseum und das Historische Straßenbahndepot St. Peter.

Sehenswürdige Bauwerke in Nürnberg sind unter anderem das Wahrzeichen der Stadt die Nürnberger Burg, die Lorenzkirche, der Hauptmarkt mit seinem Brunnen, das Heilig-Geist-Spital, die Fleischbrücke, das Rathaus, die Frauenkirche, der Henker- und der Kettensteg, der Weiße Turm mit dem Ehekarussell-Brunnen und der Gänsemännchenbrunnen. Des Weiteren gibt es das Planetarium, den Tiergarten, das Reichsparteitagsgelände, die Regiomontanus-Sternwarte und der Fernmeldeturm. Auch diverse Freizeit- und Erholungsgebiete sind in Nürnberg zu finden, wie beispielsweise der Luitpoldhain, der Dutzendteich, der Stadtpark, der Volkspark Marienberg im Stadtteil Ziegelstein, die Wöhrder Wiese mit dem Wöhrder See sowie der Lorenzer und der Sebalder Reichswald.

Diverse regelmäßige Veranstaltungen in Nürnberg sind unter anderem die Internationale Orgelwoche, die Blaue Nacht, die Nürnberger Autorengespräche, die Lange Nacht der Wissenschaften, das Klassik Open Air (Woodstock der klassischen Musik), das Bardentreffen, Rock im Park sowie Rock am Ring und der Christkindlesmarkt in der Vorweihnachtszeit.

Die kulinarischen Spezialitäten aus Nürnberg

Die wohl weltbekanntesten Spezialitäten aus dem bayerischen Nürnberg sind die Nürnberger Lebkuchen und die Nürnberger Bratwürstchen oder Rostbratwürste. Des Weiteren sind die Stadtwurst, der Ochsenmaulsalat, die Brezeln (Breezn) und das "Schäufele" aus Nürnberg. Das "Schäufele" ist ein Schweineschulterbraten mit röscher Kruste.