Kölner Stadtwappen
Stadtwappen von Köln

Köln

Mit einer Einwohnerzahl von mehr als 1 Million Einwohnern ist Köln, bis 1919 auch Cöln genannt, die viertgrößte Stadt in Deutschland. Die Bevölkerungsdichte beträgt 2.457 Einwohner je km². Jedoch mit einer Fläche von 405,15 km² ist sie die drittgrößte Stadt Deutschlands. Köln liegt in Nordrhein-Westfalen und ist vor allem für seine 2000-jährige Geschichte und ihre international bedeutenden Veranstaltungen sehr bekannt. Des Weiteren liegt in der Stadt der Sitz weltlicher und kirchlicher Macht.

Durch den Rhein und die West-Ost-Handelsstraßen ist die Stadt zu einem wichtigen Handelsstandort und Verkehrsknotenpunkt geworden. Dort ist auch das höchste Eisenbahnverkehrsaufkommen mit dem größten Container- und Umschlagsbahnhof in ganz Deutschland. Die Rheinhäfen zählen zu sehr wichtigen Binnenhäfen Europas. Als Wirtschafts- und Kulturmetropole besitzt Köln internationale Bedeutung und zählt zu den führenden Zentren für weltweiten Kunsthandel. Auch viele Verbände haben ihren Sitz in der Stadt wie beispielsweise verschiedene Plattenfirmen, Fernsehsender und Verlagshäuser.

Die Universität zu Köln ist mit seinen mehr als 43.000 eingeschriebenen Studenten eine der größten Universitäten und die Fachhochschule Köln mit seinen 16.500 Studenten die größte Fachhochschule in Deutschland.

Die Stadtgliederung ist in neun Stadtbezirke eingeteilt. Diese Stadtbezirke unterteilen sich in 86 Stadtteile. Die Bezirke sind Innenstadt, Rodenkirchen, Lindenthal, Ehrenfeld, Nippes, Chorweiler, Porz, Kalk und Mülheim.

Die Geschichte von Köln

Der Name der Stadt entstand zur Römerzeit. Damals war der Name Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA). Dieser Name geht auf die römische Kaiserin Agrippina zurück, welche die Gattin von Claudius war. Sie ließ die Stadt im Jahre 50 n. Chr. zu einer Stadt erheben.

Eine bedeutende Stadt war Köln auch schon in der Geschichte, wie beispielsweise im Frühmittelalter. Im Hochmittelalter war Köln sogar die größte Stadt Deutschlands. Dadurch musste auch die Stadtbefestigung mehrfach erweitert werden. Im Jahre 1180 begann der Ausbau der weiträumigsten Stadtmauer mit 12 Toren und 52 Mauertürmen in der Ringmauer und mehr als 16 Toren und Pforten in der Rheinmauer in Deutschland. Sie wurde im Jahre 1225 fertig gestellt.

Ab dem Jahre 1500 gehörte Köln zu dem Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Im Dreißigjährigen Krieg blieb die Stadt jedoch verschont. Die Stadt konnte sich durch Geldzahlungen an heranziehenden Truppen von Belagerungen und Eroberungen freikaufen. An diesem Krieg verdiente die Stadt Köln durch Waffenproduktion und –handel sehr viel.

1900 wurde bestimmt, dass der Name durch einen Erlass von dem preußischen Innenminister nur noch mit C geschrieben werden durfte. Jedoch die Kölnische Zeitung und die Liberalen Zeitung hielten sich an den Erlass nicht. Am 1. Februar 1919, also nach dem Ende des Kaiserreichs, wurde vom Städtischen Nachrichtenamt verkündet, dass die Stadt Köln im Bereich der städtischen Verwaltung wieder mit K geschrieben wird.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt durch britische und amerikanische Flächenbombardements zu über 90 % zerstört. Bei der ersten Volkszählung nach dem Krieg stellte sich heraus, dass die Einwohnerzahl von 800.000 auf etwa 104.000 Einwohner gesunken war. Erst im Jahre 1959 konnte Köln die Einwohnerzahl vor der Kriegszeit wieder erlangen.

In Köln gibt es auch eine so genannte ewige Baustelle. Dabei handelt es sich um den Kölner Dom. Der Abschluss des Baus war nach 632 Jahren im Jahre 1880. Auch heute sind noch viele Reparaturarbeiten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges erforderlich. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde die alte Stadtmauer abgerissen, wo nur wenige Bauwerke verschont blieben.

Sehenswürdigkeiten in Köln

Eine der größten Sehenswürdigkeiten ist der Kölner Dom, welcher das Wahrzeichen der Stadt ist und 1996 zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

In Köln gibt es diverse Theater. Einige bekannte Bühnen sind beispielsweise das Gloria-Theater, das Kölner-Künstler-Theater, das Klüngelpütz-Kabarett-Theater und die Studiobühne Köln. Auch zahlreiche Museen sind in Köln zu finden, wie unter anderem das Ludwig Museum, das Römisch-Germanische Museum, das Agfa-Photo-Historama, das Duftmuseum, das Deutsche Sport & Olympia Museum, die Domschatzkammer Köln und das Wallraf-Richartz-Museum.

Das Stadtgebiet wird von acht Rheinbrücken überspannt. Dabei handelt es sich um sechs Straßenbrücken und zwei Eisenbahnbrücken. Die Straßenbrücken sind unter anderem die Mülheimer Brücke, die Severinsbrücke, die Zoobrücke und die Deutzer Brücke.

Der wohl schönste und größte Park innerhalb der Stadt ist mit 5 ha der Stadtgarten. In der schon über 175 Jahre alten Anlage befinden sich seit über 100 Jahren ein Restaurant mit Biergarten und neuerdings auch ein Jazzclub. Eine weitere Grünanlage in Köln ist der Volksgarten in der Südstadt. Dort finden sich nicht nur im Sommer diverse Klein- und Straßenkünstler an. Durch Aufschüttung von Trümmern durch den Zweiten Weltkrieg entstand die Grünfläche am Aachener Weiher. Diese Grünfläche ist vor allem bei den Studenten ein beliebtes Erholungsgebiet. Weitere interessante Parks sind der Blücherpark, der Klettenbergpark, der Vorgebirgspark und der Fritz-Encke-Volkspark.

Auch der Kölner Zoo, der 1859 erbaut wurde, ist immer einen Besuch wert. Er ist etwa 20 ha groß und beherbergt rund 700 Tierarten. Des Weiteren ist zur Besichtigung der Botanische Garten nur zu empfehlen.

In Köln gibt es im Laufe des Jahres viele diverse Veranstaltungen. Besonderes bekannt ist der Kölner Karneval und der Christopher Street Day. Köln ist als Hochburg der Schwulen- und Lesbenszene bekannt. Bei dem Christopher Street Day handelt es sich um eine Parade, die jeweils immer am ersten Sonntag im Juli statt findet.

Spezialitäten aus Köln

In Köln gibt es verschiedene Spezialitäten. Einige der bekannten Leckereien sind beispielsweise der Heringsstipp mit Zwiebeln, Äpfeln und Sahne, die Muscheln nach rheinischer Art, der Rheinische Sauerbraten sowie das Himmel un Ääd aus Kartoffel- und Apfelmus. Das typische Kölsch wird aus einem Stangenglas getrunken und schmeckt herrlich zu deftigen Mahlzeiten. Weitere Gebäckspezialitäten sind unter anderem die Mutzenmandeln und die Krapfen.