Stadtwappen von Hannover

Hannover

Die an der Leine gelegene Stadt Hannover ist die Hauptstadt des Landes Niedersachsen. Das Land Niedersachsen ist im Jahre 1946 gegründet worden. Mit einer Fläche von 204,14 km², einer Einwohnerzahl von knapp 520.000 Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von 2.538 Einwohnern je km² ist Hannover die elftgrößte Stadt Deutschlands. Die Stadt ist Teil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen. Eine der deutschen Metropolregionen. Hannover liegt an einem wichtigen Schnittpunkt von nationalen und europäischen Verkehrswegen und ist heute eine weltbekannte Messestadt.

Am Übergang zwischen dem niedersächsischen Bergland und dem norddeutschen Flachland liegt die Stadt Hannover. An das Stadtgebiet grenzt im Norden die sandigen und moorigen Geestlandschaften und im Südwesten die Ausläufer des Weserberglandes mit ackerbaulich fruchtbaren Lössböden. Innerhalb des etwa 200 km² großen Stadtgebiets sind über 11 % Grünflächen, weshalb Hannover auch die Großstadt im Grünen bezeichnet wird. Des Weiteren liegt der etwa 650 Hektar große Stadtwald Eilenriede zentrumsnah in der Stadt.

Die Stadt hat auch benachbarte Großstädte die beispielsweise Braunschweig, Bielefeld, Hildesheim, Wolfsburg und Bremen sind. Nach Bremen ist Hannover die zweitgrößte Stadt in Nordwestdeutschland. Von Hannover aus liegt die Nord- und Ostsee etwa gleich weit entfernt. Nachbargemeinden von Hannover sind unter anderem Lehrte, Langenhagen, Isernhagen, Laatzen, Hemmingen, Ronnenberg, Gehrde, Seelze und Garbsen.

Das Stadtgebiet ist in 13 Stadtbezirke gegliedert, die in 51 Stadtteile wiederum unterteilt sind. Die Stadtbezirke sind Mitte, Vahrenwald-List, Buchholz-Kleefeld, Bothfeld-Vahrenheide, Misburg-Anderten, Kirchrode-Bemerode-Wülferode, Südstadt-Bult, Döhren-Wülfel, Linden-Limmer, Ricklingen, Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, Herrenhausen-Stöcken und Nord.

Die Geschichte der Stadt Hannover

Aus einer mittelalterlichen Siedlung, die an einer hochwassergeschützten Stelle am Leineufer lag entstand Hannover. Der damalige Standort verhalf der Stadt vermutlich zu seinem Namen (Hanovere = Hohes Ufer). Erstmals wird der Marktflecken Hannover im Jahr 1150 erwähnt. Das Stadtprivileg erhielt Hannover im Jahre 1241. Hannover erhielt 1392 das Recht, die Stadt mit einer Landwehr zu befestigen. Zu dieser Zeit erlebte die Stadt eine Blüte und trat daraufhin der Hanse bei. Die Einwohnerzahl stieg auf über 4.000 Einwohner.

Herzog Georg von Calenberg machte die Stadt 1636 zu seiner Residenz. Hannover erlebte in den darauf folgenden 80 Jahren eine weitere Blütezeit. Auch im heutigen Stadtbild setzen die Bauten aus der Zeit Akzente. Im Jahre 1714 bestieg Kurfürst Georg Ludwig als Georg I. den englischen Thron und verlagerte seine Residenz von Hannover nach London. Die Stadt, die zu der Residenzzeit stark vom Hof abhängig war, verödete danach immer mehr. Das Schloss und der Garten Herrenhausen wurden nicht mehr genutzt, weshalb der Garten nicht zeitgenössisch umgebaut wurde und er heute noch den ursprünglichen Barockzustand hat.

Im Jahre 1843 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Stadt Hannover war Hauptstadt des gleichnamigen Landes und wurde 1866 die Hauptstadt der preußischen Provinz Hannover. Die erste Pferdebahn wurde 1872 eingeweiht und wurde 1893 in eine elektrische Straßenbahn weiterentwickelt. Als kreisfreie Stadt ging Hannover 1883 hervor.

Der erste mobile Feuerlöschzug der Welt wurde 1902 an die Stadt Hannover übergeben. In demselben Jahr wurde die erste Leuchtreklame Deutschlands von Hermann Bahlsen in Hannover installiert. Der erste Oberbürgermeister war Robert Leinert im Jahr 1918. Dieser wurde 1925 von Arthur Menge abgelöst, welcher in seiner Amtszeit mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen den Bau des Maschsees und die Anlage des Hermann-Löns-Park ermöglichte.

Während des Nationalsozialismus und dem zweiten Weltkrieg war Hannover ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Durch diverse Luftangriffe wurden etwa 6.700 Menschen getötet und nur 5 % der 150.000 Wohnungen blieben unbeschädigt. Nach dem Krieg erfolgte unter der Leitung des Stadtbaurats Rudolf Hillebrecht der Wideraufbau der Stadt.

Die erste Bundesgartenschau in Hannover fand 1951 statt. Der Baubeginn des U-Bahn-Netzes war im November 1965 und wurde erst 1993 mit der Eröffnung der C-Nord Strecke in der Nordstadt beendet. Mit der Expo 2000 in Hannover fand das erste mal nach 35 Jahren wieder eine Weltausstellung in Deutschland statt. Das Motto der Expo war „Mensch, Natur, Technik“. Mit 18 Millionen Besuchern der Expo 2000 war die Veranstaltung in Hannover ein Erfolg.

Sehenswürdigkeiten in Hannover

Als bekannte Messestadt fand im Jahr 2000 die Expo statt. Des Weiteren sind bekannte Messen in Hannover die weltgrößte Computermesse CeBIT, die weltgrößte Industriemesse, die Infa, die EMO, die EuroTier, die Cosmetica, die IAA Nutzfahrzeuge und die Domotex.

Auch bekannte Hochschule sind in Hannover vertreten wie zum Beispiel die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität, die Medizinische Hochschule, die Hochschule für Musik und Theater, die Tierärztliche Hochschule, die Fachhochschule für Wirtschaft, die Evangelische Fachhochschule, die GISMA Business School und das Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung.

Weitere sehenswürdige Bauwerke in Hannover sind unter anderem die im 14. Jahrhundert erbaute Marktkirche, das Alte Rathaus, die Kreuzkirche, das Leibnizhaus, das Marstalltor, der am Historischen Museum stehende Beginenturm, der Döhrener Turm, der Pferdeturm, das Opernhaus, die Waterloosäule, das Wangenheimpalais, das Laveshaus, das Leineschloss, das Neue Rathaus und die Gartenkirche St. Marien. Die 36 Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt sind durch den 4,2 Kilometer langen auf das Pflaster gemalten Roten Faden miteinander verbunden. Ebenfalls ist das alte Expo-Gelände mit den noch erhalten gebliebenem Expowal, der Expo-Plaza, der Deutsche Pavillon und der Planet M eine Sehenswürdigkeit.

Zwischen dem Leineufer und dem Königsworther Platz wurde auf eine Länge von 1,2 km die Skulpturenmeile erschaffen. Die Skulpturengruppe der Göttinger Sieben befindet sich im Leineschloss. Zu Ehren des Königs Ernst-August wurde im Jahr 1861 ein Denkmal vor dem Hauptbahnhof errichtet.

Die sehenswürdigen Museen in Hannover sind unter anderem das Niedersächsische Landesmuseum, das Kestner-Museum, das Historische Museum, das Sprengel Museum, das Wilhelm-Busch-Museum, das Herrenhausen-Museum und das Theatermuseum. Die Grünflächen innerhalb Hannovers sind beispielsweise der Hannoversche Zoo, der Tiergarten, die Herrenhäuser Gärten, diverse Stadtwälder und –parks, der Maschsee wie auch andere Seen.

Spezialitäten aus Hannover

Die Stadt hat eine lange Brauereitradition. Einige der heutigen Brauereien sind die Gilde Brauerei, die Lindener Brauerei, die Herrenhäuser Brauerei und das Brauhaus Ernst-August. Eine weitere Spezialität ist der Machwitz Kaffee aus der gleichnamigen Kaffeerösterei in der Altstadt. Weitere kulinarische Spezialitäten sind beispielsweise der Calenberger Pfannenschlag, Grünkohl mit Bregenwurst, Arotschen und Klumpe welches Erbsenklößchen aus Eierkuchenteig sind, Hannoversche Plockfinken welches Kartoffelklößchen mit Äpfeln und Rindfleisch sind, das Hannoversche Zungenragout und das Eisbein mit Sauerkraut. Des Weiteren gibt es aus Hannover die Hannoversche Erbsensuppe, der Porreeeintopf mit Bregenwurst, die Cumberlandsauce, der Maschsee-Karpfen, der Hannoversche Butterkuchen, der weltbekannte Leibniz-Keks von Bahlsen, der Hannoversche Apfelkuchen und die Welfenspeise.