Stadtwappen von Duisburg

Duisburg

Die kreisfreie Stadt Duisburg liegt in Nordrhein-Westfalen und ist mit seiner Fläche von über 232 km², seiner Einwohnerzahl von fast 497.000 und einer Bevölkerungsdichte von 2.133 Einwohnern je km² die fünfzehntgrößte Stadt Deutschlands. Duisburgs Regierungsbezirk liegt in Düsseldorf.

In der Vergangenheit wuchs die Stadt vor allem im 19. Jahrhundert mit ihrer günstigen Lage entlang des Rheins und der Nähe zu den Kohlelagerstätten im Ruhrgebiet zu einem bedeutenden Industriestandort an. Der Hafen von Duisburg gilt als der größte Binnenhafen der Welt. Des Weiteren wird Duisburg durch die Eisen- und Stahlindustrie geprägt. Aus den Duisburger Hochöfen stammt fast ein Drittel des in Deutschland erzeugten Roheisens.

Die Stadt ist in sieben Stadtbezirke gegliedert, die sich noch mals in 46 Stadtteile unterteilt. Die Stadtbezirke sind Hamborn, Walsum, Homberg/Ruhrort/Baerl, Duisburg-Mitte, Meiderich/Beeck, Rheinhausen und Duisburg-Süd. Der größte Stadtbezirk ist mit einer Einwohnerzahl von fast 106.000 Einwohnern Duisburg-Mitte.

Die Geschichte von Duisburg

Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt Duisburg war im Jahre 883. Es können mindestens 18 Königsaufenthalte im 10. Jahrhundert belegt werden. Im Jahr 1002 wurde Heinrich II. zusammen mit dem Bischof von Lüttich von dem Erzbischof von Köln zum König gekrönt. Barbarossa bewilligte 1173 die Abhaltung von zwei vierzehntägigen Tuchmessen pro Jahr. Duisburg war bis 1290 reichsfreie Stadt. Danach wurde sie von König Rudolf von Habsburg für 2.000 Silbermark an den Grafen von Kleve verpfändet. Im 14. Jahrhundert wurden die Messen von Duisburg nach Frankfurt am Main verlagert. Auf Anregung Kölns wurde Duisburg 1407 Mitglied der Hanse.

Nach dem im 17. Jahrhundert die Tabak- und Textilmanufaktur aufblühte geschah eine Entwicklung. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Rhein-Ruhr-Mündung zum größten Binnenhafen der Welt ausgebaut. So wurde Duisburg zur „Montanstadt“. Die erste große Fabrik wurde mit dem Bau der Curtius-Schwefelsäurefabrik 1824 erbaut. An die Köln-Mindener-Eisenbahn-Gesellschaft wurde Duisburg 1846 angeschlossen. Somit siedelten sich größere Industriewerke wie beispielsweise Thyssen und Krupp in Duisburg an. Im Jahre 1904 wird Duisburg zur Großstadt ernannt.

Auch in Duisburg herrschte nach dem ersten Weltkrieg 1918 Anarchie. Drei Jahre später erfolgt die Besetzung der Stadt durch Belgier und Franzosen. Erst vier Jahre später verließen diese Truppen die Stadt wieder, nachdem die deutsche Regierung den Dawes-Plan akzeptierte. Bereits 1929 geriet die Stadt nach einer ruhigen Phase zu einer neuen Rezession. Die Weltwirtschaftskriese Anfang der 1930er traf Duisburg besonders hart. Im deutschen Reich hatte die Stadt mit 34,1 Prozent die höchste Arbeitslosenquote.

In der Reichspogromnacht Anfang November 1938 wurde von den Duisburger Nationalsozialisten die große Synagoge in der Junkerstraße komplett zerstört. In Duisburg gab es von 1942 bis 1944 in Duisburg-Ratingsee ein Konzentrationslager. Dieses wurde dann nach Bombenanschlägen in die bereits zerbombte Diakonenanstalt am Kuhlenwall verlagert. Das Duisburger Lager war ein Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Später wurde das Duisburger Lager dem Konzentrationslager Buchenwald unterstellt.

Auf Grund der Chemie-, Stahl, und Hüttenindustrie war Duisburg häufig Angriffsziel der alliierten Bomber. Nicht nur Häfen, Gleis- und Industrieanlagen, auch die zivile Bevölkerung wurde mit Absicht angegriffen. Duisburg war Einflugschneise zum Ruhrgebiet, weshalb die Stadt daher ab 1942 täglich Luftangriffe erlebte. Eine offizielle Zählung der Duisburger Luftschutz-Polizei berichtete über 299 Bombenangriffe. Es waren nach Kriegsende etwa 80 Prozent der Wohngebäude zerstört oder sehr stark beschädigt.

In der Nachkriegszeit mussten bestimmte Bereiche der Stadt und die Infrastruktur komplett neu aufgebaut werden. Durch diesen Wiederaufbau verschwanden viele historische Merkmale der Stadt. In der Stadt wurden Stahl und Kohle die Motoren des Wiederaufbaus. Duisburgs Wirtschaftskraft lag fast 50 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Auf Grund dessen gab es einen großen Zustrom von Menschen. Die Kohlekriese ab dem Jahr 1957 führte kaum zu einem Abstieg der Einwohnerzahl, da die Stahlindustrie in den 60er Jahren eine gute Konjunktur erlebte.

Duisburgs Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen

Die Stadt Duisburg hat ein recht großes Angebot an kulturellen Sehenswürdigkeiten. Einige Theater sind beispielsweise das Kleinkunsttheater „Die Säule“, die freie Schauspielbühne „Comödie Duisburg“ und das Kinder- und Jugendtheater „Kom´ma“ in Rheinhausen. Die Museen in Duisburg sind unter anderem das Wilhelm-Lehmbruck-Museum, das Museum Küppersmühle für moderne Kunst, das Kultur- und Stadthistorische Museum und das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt. Auch das Atlantis Kindermuseum und das Hniel Museum sind einen Besuch wert.

Interessante Bauwerke und Gebäude sind zum Beispiel das Duisburger Rathaus, der vor dem Rathaus stehende Mercatorbrunnen, die Salvatorkirche, die Liebfrauenkirche, das Jüdische Gemeindezentrum, die Küppersmühle und der bedeutsame Binnenhafen. Für die Freizeit und Erholung gibt es in Duisburg die verschiedensten Naherholungsgebiete, wie beispielsweise der Baerler Busch, der Duisburger Stadtwald sowie eine Vielzahl von Parkanlagen. Duisburg verfügt des Weiteren über zwei botanische Gärten und einen Tierpark.

Regelmäßige Veranstaltungen in Duisburg sind der nicht unbedeutende Karneval, das Duisburger Stadtfest, für alle Fisch-Freunde das Matjesfest, das Kunsthandwerkerfestival, der Duisburger Weihnachtsmarkt, das internationale Hafenfest am Innenhafen und das Ruhrorter Hafenfest.