Stadtwappen von Dresden

Dresden

Die Stadt Dresden ist mit einer Fläche von 328,31 km², einer Einwohnerbevölkerung von 507.513 und einer Bevölkerungsdichte von 1.546 Einwohnern pro km² die dreizehntgrößte Stadt Deutschlands. Sie ist die Landeshauptstadt des Freistaates Saschen. Die Stadt hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz des Regierungsbezirks Dresden. Das Ballungsgebiet mit dem gleichen Namen ist ein wirtschaftliches Zentrum und ist Verkehrsknotenpunkt in Mitteleuropa. Mit den Ballungsräumen Chemnitz-Zwickau und Leipzig-Halle ist dieser Ballungsraum die „Metropolregion Sachsendreieck“.

In Europa ist Dresden mit seinen großflächigen Eingemeindungen mit mehr als 60 % Grün- und Waldfläche eine der grünsten Großstädte. Es gibt im erweiterten Stadtgebiet von Dresden die verschiedenen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete, denkmalgeschützte Gärten, Alleen und Parkanlagen. Das Dresdner Elbtal ist als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet worden. Chemnitz, Leipzig und Berlin sind nahe gelegene deutsche Großstädte. Des Weiteren liegt die tschechische Hauptstadt Prag etwa 150 km südlich von Dresden.

Die Stadt Dresden ist in fünf Stadtbezirke aufgeteilt. Diese Stadtbezirke sind seit 1958 Mitte, Ost, West, Süd und Nord. Dresden ist seit 1991 in zehn Ortsamtsbereiche und neun Ortschaften gegliedert. Die Innenstadt von Dresden liegt in den Ortsamtsbereichen Altstadt und Neustadt.

Die Geschichte der Sachsen-Stadt Dresden

Die ersten Siedlungen im Dresdner Raum waren bereits in der Jungsteinzeit. Die erste Erwähnung der Stadt Dresden in einer Urkunde war im Jahre 1206. Vermutlich war die damalige Bezeichnung „Dresdene“ vom slawischen Begriff „Dreždany“ abgeleitet worden. Mit diesem Namen wurden ursprünglich die Bewohner des Ortes bezeichnet. Schon im Jahre 1216 wurde Dresden in einer Urkunde als Stadt erwähnt. Es wurde jedoch bis heute keine Urkunde zur Verleihung des Stadtrechts gefunden.

Bis zur Erlangung des Stapelrechts am 17. September 1455 war Dresden eine sehr unbedeutende Stadt. Erst durch die Leipziger Teilung der wettinischen Länder 1485 wurde die Stadt für Jahrhunderte herzogliche Residenzstadt der sächsischen Herrscher und erfuhr mit der Erhebung des wettinischen Herrschaftsbesitzes zum Kurfürstentum und Königreich eine Aufwertung als politisches und kulturelles Zentrum. Innerhalb des Hauses Wettin gab es eine Übergabe der kurfürstlichen Würde, wodurch die Stadt zur Hauptstadt des wichtigsten protestantischen Landes innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation wurde.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt nie zerstört oder geplündert. Auch die Pest oder Hunger hat die Stadt Dresden nie berührt. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg verwickelte sich Dresden in diverse größere europäische Kriege.

Im Jahre 1685 brannte Altendresden komplett ab. Der Wiederaufbau dauerte mehrere Jahrzehnte. Erst im Jahr 1732 wurde die Stadt als „Neue Königliche Stadt“ vollendet. Durch August II., auch „August der Starke“ genannt, erlang die Stadt kulturelle Bedeutung. 1785 schrieb Friedrich Schiller die Ode an die Freude, die lyrische Vorlage für die Hymne der Europäischen Union, für die Tafel der Freimaurerloge in der Stadt Dresden.

In der Nähe von Dresden wurde im Frühjahr 1791 mit der Pillnitzer Deklaration ein Initial für die mehr als 150 Jahre Feindseligkeit zwischen Frankreich und Deutschland gelegt. Die vor allem deutschen Monarchen riefen darin die europäischen Mächte zur Zerschlagung der Französischen Revolution auf. Dresden war bereits in den Befreiungskriegen gegen Napoleon intensiv beteiligt. Um Dresden herum fanden 1813 zahlreiche vorentscheidende Schlachten der Völkerschlacht bei Leipzig statt. Auf Seiten von Frankreich kämpfte Dresden und wurde durch die Franzosen und deren Truppen geschützt.

Vom 3. bis zum 9. Mai 1849 war der sächsische König Friedrich August II. während der Märzrevolution gezwungen, die Stadt zu verlassen. Erst durch die preußische Unterstützung konnte er die Stadt wieder gewinnen. Dresden wurde im weiteren 19. Jahrhundert zur Hauptstadt und ab 1871 zu einer der stärksten Königreiche im Deutschen Reich. Die Stadt blieb vom ersten Weltkrieg komplett verschont. Dresden wurde 1918 nach der Novemberrevolution Hauptstadt des Freistaates Sachsen. Die Stadt war ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum in der Weimarer Republik.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch Luftangriffe von britischen und US-amerikanischen Bombern schwer beschädigt. Diese Angriffe gingen auch als Luftangriffe auf Dresden in die Geschichte ein. Von den etwa 5.000 Juden in Dresden blieben nach dem zweiten Weltkrieg nur noch 41 Juden übrig. Die zerstörten Gebäude in der Stadt wurden nach dem zweiten Weltkrieg beseitigt und wieder aufgebaut.

Nachdem die politische Wende 1989 und die deutsche Wiedervereinigung 1990 eintrafen, wurde Dresden wieder die Hauptstadt des neu errichteten Freistaates Saschen. Die Stadt wurde im August 2002 von der „Jahrhundertflut“ erwischt. Dabei überschwemmte vor allem die Elbe die gesamte Stadt. Die Reparaturen der Infrastruktur dauern bis in die Gegenwart an. Die im zweiten Weltkrieg zerstörte Frauenkirche wurde im Jahre 2005 im Rohbau fertiggestellt und am 30. Oktober eingeweiht. Ihr 800-jähriges Bestehen feierte die Stadt Dresden im Jahre 2006.

Die Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen in der Hauptstadt von Sachsen

Bei der Stadt Dresden handelt es sich um eine Kunst- und Kulturstadt von internationalem Rang. Des Weiteren ist sie Weltkulturerbestätte. Sie besitzt unter anderem kostbare Kunstsammlungen, bekannte Klangkörper und bedeutende Bauwerke aus diversen Epochen. Auch die verschiedensten Großveranstaltungen in Dresden ziehen Gäste aus dem In- und Ausland in die Stadt.

Sehenswürdige Theater, Bühnen und Museen sind beispielsweise die sächsische Staatsoper, das Staatsschauspiel, die Staatsoperette, die Komödie Dresden, die „Herkuleskeule“, das „Breschke & Schuch“, das Theater Junge Generation, die Sächsische Staatskapelle Dresden, die Dresdner Philharmonie, das Grüne Gewölbe, der Mathematisch-Physikalische Salon, das Kunstgewerbemuseum im Schloss Pillnitz, das Museum für Säsische Volkskunst, die Puppentheatersammlung, das Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden, das Verkehrsmuseum, das Museum der Völkerkunde, das Deutsche Hygiene-Museum, das Militärhistorische Museum der Bundeswehr, das Stadtmuseum Dresden im Landhaus, das Erich-Kästner-Museum, das Fahrradmuseum, das Schulmuseum, das Buchmuseum und das Lichtdruck-Werkstatt-Museum.

Die Stadt Dresden ist auch berühmt als Stadt des Barock. Weitere Bauwerke sind im Stil der Renaissance und des Klassizismus errichtet. Diese sehenswürdigen Bauwerke sind unter anderem die Frauenkirche, die kulturellen Wahrzeichen der Stadt die Semperoper und der Zwinger, das Kronentor bei den Resten der Stadtmauer, die Brühlsche Terrasse, das Dresdner Residenzschloss, das Ständehaus, der Große Garten in dem sich das Sommerpalais befindet, das Schloss Pillnitz, die katholische Hofkirche, die Sophienkirche am Postplatz und die Zionskirche.

Die Modernen Bauwerke in der Stadt sind zum Beispiel das Gebäude des Sächsischen Landtages, das Kongresszentrum, das Kugelhaus am Hauptbahnhof, der Ufa-Kristallpalast, die Sächsische Landesbibliothek und das sich am Rande der Innenstadt befindende St. Benno Gymnasium.

Die bekanntesten Skulpturen, Brunnen und Denkmäler sind der Goldene Reiter, das Denkmal für Augusts Hofnarren Joseph Fröhlich, der Cholerabrunnen, der am Albertplatz stehende artesische Brunnen, das Denkmal der Trümmerfrau und das Nymphenbad im Zwinger.

Die regelmäßigen Veranstaltungen im ganzen Jahr in Dresden sind beispielsweise das Filmfest Dresden, das Internationale Dixieland-Festival, die Filmnächte am Elbufer, die Bunte Republik Neustadt, das Elbhangfest, das Inselfest, die Lange Nacht der Wissenschaften, das Stadtfest in Dresden, das Dresdner Kunstfest, das Volksfest, das Festival der Zauberkunst, der Striezelmarkt in der Adventszeit, der mittelalterliche Weihnachtsmarkt im Stallhof des Dresdner Schlosses, der Dresdner Opernball und das Dresdner Stollenfest.

Spezialitäten aus Dresden

Eines der bekanntesten Spezialitäten aus Dresden ist wohl der Dresdner Christstollen. Diese süße Backware ist vor allem in der Vorweihnachtszeit sehr beliebt in ganz Deutschland. Das Russisch Brot wurde zwar nicht in Dresden erfunden, jedoch produziert die Dresdner Firma Gebr. Hörmann das Russisch Brot seit Ende des 19. Jahrhunderts und exportiert es weltweit. Eine weitere vor allem in der Weihnachtszeit beliebte Süßigkeit aus Dresden sind die Dominosteine. Sie bestehen aus einem Boden aus Lebkuchen und sind mit einer Schicht Sauerkirsch- oder Aprikosengelee und einer Schicht aus Marzipan oder Persipan gefüllt. Auch die Eierschicke ist eine bekannte Kuchenspezialität aus Sachsen.