Stadtwappen von Bremen

Bremen

Bei der Stadt Bremen handelt es sich um eine Freie Hansestadt. Mit einer Fläche von 325,42 km², einer Einwohnerbevölkerung von 548.477 Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von 1.685 Einwohnern je km² ist Bremen die zehntgrößte Stadt Deutschlands und die größte Stadt Nordwestdeutschlands. Diese Freie Hansestadt ist ein Zwei-Städte-Staat. Zu diesem Zwei-Städte-Staat gehört Bremen und das etwa 60 Kilometer entfernte Bremerhaven. Die Stadt ist des Weiteren der Mittelpunkt der Metropolregion Bremen/Oldenburg. In Deutschland gibt es insgesamt elf Metropolregionen.

Auf beiden Seiten der Weser und etwa 60 Kilometer vor der Mündung der Weser in die Nordsee liegt Bremen. Die Mittelweser geht in Höhe der Altstadt in die Unterweser. Im Bremer Hafengebiet ist die Weser zur Schifffahrtsstraße ausgebaut. Der Ochtum ist ein Nebenfluss der Weser und durchzieht das Gebiet links der Unterweser. Dieses Gebiet wird als Wesermarsch bezeichnet. Rechts neben der Unterweser wird die Landschaft als Elbe-Weser-Dreieck bezeichnet.

In fünf Stadtbezirke ist das Stadtgebiet gegliedert, welches in 23 Stadtteile unterteilt ist. Diese Stadtteile sind vorwiegend mit historischen Bezeichnungen für statistische Zwecke in Ortsteile unterteilt. Des Weiteren gehört das stadtbremische Überseehafengebiet, welches etwa 8 km² groß ist, auch zu der Stadt Bremen. Jedoch ist laut eines Vertrages die Stadt Bremerhaven gemeindeverwaltungstechnisch für dieses Gebiet zuständig.

Eine Besonderheit in der Stadt Bremen und Umgebung war und ist die Kfz-Kennzeichen-Vergabe. Für das gesamte Gebiet gilt das HB (Hansestadt Bremen). Jedoch wird dann unterschieden zwischen: HB- Gruppe I: Bremen-Nord 1 Buchstabe und 3 Ziffern oder 2 Buchstaben und 1 bis 2 Ziffern Gruppe II: Stadt Bremen außer Bremen-Nord 2 Buchstaben und 3 Ziffern Gruppe III: Bremerhaven 1 Buchstabe und 4 Ziffern Jedoch gilt dies nicht für US-Fabrikate und Motorräder, da diese Kennzeichen eine eingeschränkte Kennzeichenlänge haben. Am 1. Juli 2008 wurden die beiden Zulassungsbezirke zusammengeschlossen, so dass zukünftig nur noch zwischen Bremen und Bremerhaven unterschieden wird.

Geschichtliches über Bremen

Entlang der Weser entstanden schon zwischen dem 1. Und 8. Jahrhundert n. Chr. die ersten Siedlungen. Diese Siedlungen suchten Schutz auf einer langen Düne vor Hochwasser. Die erste Erwähnung einer dieser Siedlungen war vom alexandrinischen Geographen Claudius Ptolemaeus um 150 n. Chr. unter dem Namen Fabiranum. Bis ins 8. Jahrhundert reicht die Geschichte Bremens als Bischofsstadt und Kaufmannsiedlung. Zum Bischofssitz wurde die Stadt von Karl dem Großen 787 n. Chr. erhoben.

Im Jahre 1186 wurde Bremen freie Reichsstadt durch Kaiser Friedrich Barbarossa. Die Stadt trat der Hanse im Jahr 1260 bei und erlangte damit schnell wirtschaftliche Bedeutung. Sie schüttelte die weltliche Herrschaft der Bischöfe ab und errichtete als Zeichen für ihre Freiheit im Jahr 1404 den Roland und im Jahr 1409 ihr Rathaus auf dem Bremer Marktplatz.

In den Jahren zwischen 1574 und 1590 wurde zum Schutz des angelegten Weserhafens eine Neustadt am Westufer angelegt. Jedoch versandete die Weser zunehmend, wodurch die Handelsschiffe es immer schwieriger hatten, diese Schifffahrtsstraße zu befahren. Daraufhin wurde von 1619 bis 1623 der erste künstliche Hafen Deutschlands im flussabwärts gelegenen Vegesack erbaut. Im Jahre 1783 begannen die ersten Bremer Kaufleute mit den USA einen direkten Transatlantikhandel zu betreiben. Die ehemalige Stadtbefestigung wurde dann im Jahr 1802 von einem Landschaftsgärtner zu der heutigen Wallanlage umgestaltet.

Bremen hatte im 19. Jahrhundert einen wichtigen Anteil an der Entwicklung des deutschen Überseehandels. Die Torsperre wurde 1848 aufgehoben und schaffte somit mehr Freiheit zur industriellen Entwicklung der Stadt Bremen. Durch Korrekturen der Fahrrinne wurde die Schiffbarkeit der Weser für Seeschiffe bis Bremen gesichert und die Stadt konnte sich zu einem bevorzugten Umschlagplatz verschiedenster Waren entwickeln. Diese ansteigende wirtschaftliche Bedeutung in den darauf folgenden Jahren ergab auch einen starken Anstieg der Einwohnerzahl. Auf Grund des Zweiten Weltkrieges wurden viele Teile Bremens und Bremerhavens zerstört. Vor allem im Westen Bremens wurde auf die Werftindustrie und auf den Flugzeugbau gezielt. Die Stadt wurde währenddessen etwa zu 62 % zerstört. Im Jahre 1947 gaben sich die Bürger der Stadt die Verfassung der Freien Hansestadt Bremen. Zwei Jahre später wurde Bremen ein Land der Bundesrepublik Deutschland.

Durch Restaurierung und Wiederaufbau konnten die alten Gebäude gerettet werden und sind auch heute noch eine Sehenswürdigkeit in der Stadt. Das Rathaus wie auch das Wahrzeichen der steinerne Bremer Roland wurden 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Die Bremer Stadtmusikanten
Fotograf: Wuzur

Sehenswürdigkeiten in der Hansestadt Bremen

In Bremen gibt es zwei Wahrzeichen. Das eine Wahrzeichen ist der bekannte Roland auf dem Marktplatz, neben dem Rathaus. Aus Angst der Zerstörung durch Bombenangriffe während des Zweiten Weltkrieges wurde das Original durch eine Kopie auf dem Marktplatz ersetzt. Der original Kopf des Roland ist im Focke-Museum ausgestellt und zu besichtigen. Das zweite Wahrzeichen der Stadt sind die Bremer Stadtmusikanten. Sie stehen an der Westmauer des Rathauses und beenden die Deutsche Märchenstraße. Sie zeigen einen Esel auf dem ein Hund, dann eine Katze und oben drauf ein Hahn stehen.

Auf der anderen Seite des Marktplatzes steht der Schütting. Der Schütting ist das Haus der Kaufleute. An der Westseite des Platzes steht eine Reihe von Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Böttcherstraße öffnet sich zwischen der Bremer Baumwollbörse und dem Schütting. Sie ist ein entstandenes Gesamtkunstwerk, welches zwischen den Jahren 1922 und 1931 erbaut wurde. Diese Straße führt zu der Martinikirche an der Weser.

Bedeutende Kirchen in der Stadt Bremen sind unter anderem der evangelische Bremer Dom, die Liebfrauenkirche, die St. Johann, die Martinikirche, die Reste des Dominikanerklosters und die Pfarrkirche St. Stephani im Stephanviertel.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Bremen sind die Schlachte, die in Höhe der Martinikirche beginnt und heute mit zahlreichen gastronomischen Angeboten eine historische Uferpromenade ergibt, das mittelalterliche Gängeviertel in der Altstadt der Schnoor, die Bremer Baumwollbörse, die Bremer Bank am Domshof, die Wasserkunst "umgedrehte Kommode", der als Kolonialdenkmal errichtete Elefant, das Haus des Reichs, die Universität Bremen, der Fallturm und das "Universum".

Des Weiteren gibt es in Bremen das Hafenhaus am Vegesacker Hafen, das Schulschiff Deutschland, das Schloss Schönebeck, der U-Bootbunker Valentin, das Theater am Goetheplatz, das Bremer Theater, das Theater am Leibnizplatz, das Junge Theater, die Kunsthalle, das Neue Museum Weserburg, das Überseemuseum, das Hafenmuseum, das Focke-Museum, das Antikmuseum im Schnoor und die Bremer Philharmoniker.

Grünflächen in der Stadt Bremen sind beispielsweise der Bürgerpark, die Bürgerweide, die Bremer Wallanlage, der Knoops-Park, der Rhododendron-Park und der Park links der Weser.

In Bremen gibt es natürlich auch sehenswürdige regelmäßige Veranstaltungen, wie zum Beispiel das älteste Volksfest Deutschlands, die Bremer Eiswette am Dreikönigstag, das Internationale Literaturfestival, das Sechstagerennen, das Musikfest Bremen, der Bremer Karneval, das Bremer Schaffermahl und der bekannte Weihnachtsmarkt zur Weihnachtszeit.

Spezialitäten aus Bremen

Die wohl bekannteste Bremer Spezialität ist der Kohl und Pinkel. Der Grünkohl wird in Bremen als Braunkohl bezeichnet. Weitere Spezialitäten sind unter anderem als Wintergebäck der schwere Stollen namens Klaben, die langen Lutschbonbons namens Bremer Babbeler und die Bremer Kluten. Die Bremer Kluten sind aus Zucker mit Pfefferminz und Schokolade.